🦈Vom Fördertropf ins Haifischbecken
Die neue Regierung kürzt Fördergelder für den Sektor, aber auch Stiftungen und Unternehmen sind zögerlicher in der Vergabe von Aufträge oder Förderungen. Die deutsche Krise macht sich breit, nicht nur im öffentlichen, sondern auch im privaten Sektor. Für viele Sozialunternehmen bedeutet das: die vertraute Finanzierungsbasis wankt.
Die logische Konsequenz: eigene Einnahmen müssen her. Und zwar nicht irgendwann, sondern jetzt.
Doch für viele ist das Neuland. Plötzlich steht da dieses ungeliebte Wort im Raum: Vertrieb.
Die Situation ist typisch: Ein:e Geschäftsführer:in tippt nervös „Sozial & Sales“ bei Google ein. Wenige Klicks später landet man bei coolen Sales-Gurus. Sie versprechen das schnelle Wunder, mit Sätzen wie:
- „Umsatz auf Knopfdruck!“
- „Kaltakquise ohne Schmerzen!“
- „Wollt ihr den totalen Vertriebserfolg?“
Die Rhetorik erinnert eher an Drill als an Unterstützung. Und genau hier beginnt das Problem.
😇 Das Problem mit den Heilsbringern
Sozialunternehmen, die sich in ihrer Not an diese Angebote klammern, geraten in ein aggressives Sales-Paradigma.
Eins, das auf Druck, Tricks und Manipulation setzt. Eins, das so gar nicht zu den Werten passt, für die Sozialunternehmen eigentlich stehen: Fairness, Transparenz, Verantwortung, Vertrauen.
Im besten Fall merken sie schnell, dass das nicht passt – und steigen wieder aus. Im schlechtesten Fall haben sie da schon Tausende Euro in Coaching-Pakete investiert, ein Team verunsichert oder sogar Kund:innen mit falschen Versprechen vor den Kopf gestoßen. Der Schaden: Vertrauensverlust, verbrannte Energie und das nagende Gefühl, dass Vertrieb einfach „nichts für uns“ ist.
💚 Vertrieb geht auch anders – mit ethischer Akquise
Die gute Nachricht: Es geht auch anders. Vertrieb muss nicht Drill sein. Vertrieb muss nicht Manipulation sein. Vertrieb kann – und sollte – ethisch, authentisch und wirkungsorientiert sein.
Genau hier kommt der Ansatz der ethischen Akquise ins Spiel. Sie bedeutet:
- Kund:innen nicht zu überreden, sondern zu verstehen.
- Bedürfnisse ernst zu nehmen, statt über sie hinweg zu verkaufen.
- Beziehungen aufzubauen, die auf Augenhöhe entstehen – nicht auf Druck.
- Entscheidungen zu begleiten, statt sie zu erzwingen.
Sozialunternehmen sind dabei sogar im Vorteil: Sie bringen Sinn, Mission und Wirkung schon mit. Genau das macht sie für Kund:innen besonders attraktiv – wenn sie lernen, es richtig zu kommunizieren.
📖 Praxisbeispiel: Kiron digital solutions
Wie groß der Unterschied sein kann, zeigt das Beispiel Kiron digital learning solutions. Das Sozialunternehmen nutzt Technologie, um digitale Pädagogen zu befähigen und zu unterstützen und sozialen Wandel sowie Vielfalt, Gerechtigkeit, Inklusion und Zugehörigkeit zu fördern.
Zu Beginn der gemeinsamen Lern – Reise assoziieren die Teilnehmenden mit Vertrieb vor allem: „Aggressive Werbeanrufe, willkürliche LinkedIn-Vernetzungen, Überzeugungsversuche, irgendwelchen Quatsch zu kaufen …“ – kurz: ein rotes Tuch.
Doch nach der Zusammenarbeit mit Sales4Good hat sich das Bild komplett gewandelt und Konstantin sagt: „Wer die eigene Aversion gegenüber Sales überwinden und lernen will, dass es auch anders geht, der ist hier genau richtig. Man lernt, Empathie und Verständnis für die wirklichen Probleme der potentiellen Kunden in den Vordergrund zu stellen. Es geht darum, gemeinsam eine gute Lösung für alle Beteiligten zu finden. Tolle Inhalte, super aufgearbeitet in einer inspirierenden Sitzung – und das zu einem fairen Preis.“
Das ist die Essenz von ethischer Akquise: Verkaufen wird nicht zum Zwang, sondern zur Möglichkeit, gemeinsam Wirkung zu entfalten.
🧟Der eigentliche Paradigmenwechsel
Das eigentliche Problem liegt tiefer: Viele Sozialunternehmen tragen ein Bild vom „bösen Vertrieb“ in sich. Sie sehen Sales als Zwang, als Trickkiste, als das Gegenteil von Haltung. Doch das ist ein Missverständnis.
Vertrieb ist nichts anderes als: Wirkung sichtbar machen, den Wert vermitteln und Partnerschaften schaffen.
Oder, wie wir bei Sales4Good sagen: Sales neu denken – mit Leichtigkeit, Wirkung und Erfolg.
Es geht darum, sich nicht dem „totalen Vertrieb“ zu beugen, sondern den eigenen, wertebasierten Weg zu gehen – mit ethischer Akquise als Leitprinzip.
🤝🏽Community statt Konkurrenz – Sales neu gedacht
Ein weiterer Hebel für Sozialunternehmen ist das neue Community-Format von Sales4Good, das wir speziell für Sales-Verantwortliche aus Sozialunternehmen entwickelt haben. Die Einzigartigkeit dieser Sales Circles: Sie setzen auf Kooperation statt Konkurrenz. Deshalb nennen wir sie auch die Circles der „Verbündeten“ – oder bei uns abgekürzt: „DIY Sales ALLY“. Warum ist das so bemerkenswert? Klassischer Vertrieb ist geprägt von einem „jeder gegen jeden“-Mindset. Unternehmen mit ähnlicher Zielgruppe gelten traditionell als Rivalen. Wir drehen dieses Paradigma um: In unseren Sales Circles unterstützen sich verschiedene Impact-Unternehmen gegenseitig im Vertriebsprozess – gerade wenn sie die gleiche Zielgruppe haben.
Das Ergebnis:
- ein virtuelles Community-Vertriebsteam, das Erfahrungen teilt und voneinander lernt,
- ein geschützter Raum für die Anwendung von ethischer Akquise,
- ein gelebter Paradigmenwechsel, der zeigt, dass Erfolg nicht durch Ellbogenmentalität entsteht, sondern durch Kooperation und geteilte Wirkung.
Damit entsteht etwas, das es so im klassischen Sales kaum gibt: ein Vertriebsformat, das nicht nur einzelne Organisationen stärkt, sondern die gesamte Social-Enterprise-Community.
☝🏽 Die Wahl liegt bei euch
Die Krise zwingt Sozialunternehmen, neue Wege zu gehen. Das ist eine Chance – wenn sie die richtige Abzweigung nehmen.
👉 Entweder: Im Panikmodus auf Heilsversprechen reinfallen, die weder zu eurer Organisation noch zu euren Werten passen.
👉 Oder: Vertrieb so gestalten, dass er eure Wirkung verstärkt, statt sie zu verraten.
Denn am Ende geht es nicht darum, etwas um jeden Preis zu verkaufen. Es geht darum, einen Beitrag zu leisten, der auch wirtschaftlich tragfähig ist.
❓ Die Frage ist also nicht: „Wollt ihr den totalen Vertrieb?“
Die Frage ist vielmehr:
👉 Wollt ihr einen Vertrieb, mit dem ihr Euch wohlfühlt, weil dieser euren Werten entspricht?
👉 Wollt ihr Kund:innen, die begeistert sind – nicht, weil ihr sie überredet habt, sondern weil ihr sie überzeugt habt?
👉 Wollt ihr Wirkung UND wirtschaftliche Stabilität?
Wenn ja, dann ist es Zeit, Vertrieb neu zu denken – mit ethischer Akquise als Fundament.
Sales4Good begleitet Sozialunternehmen dabei, ihre Haltung in erfolgreiche Akquise zu übersetzen – ohne Manipulation, ohne Druck. Und wer nicht nur seine eigene Vertriebs-Power durch unser ethisches Sales Training stärken, sondern gemeinsam mit anderen Sozialunternehmen Wirkung entfalten will, findet in unseren Sales Circles den richtigen Ort dafür.



